Seiten

Donnerstag, 5. Januar 2012

Herbst 2011

Im Herbst 2011 war ich mal wieder an der Nordsee und habe von dort auch etwas mitgebracht. Leider gab es nicht ganz soviel Leben unterwasser, da die winterlichen Verhältnisse schon eingesetzt hatten. Deshalb ging ich dieses Mal auch mit - verhältnismäßig - leeren Händen aus. Ganz leer ging ich natürlich nicht aus, aber an Fischen gab es so gut wie gar nichts. Da waren höchstens ein paar Strand- oder Sandgrundeln, aber von denen hatte ich ja schon welche. Man muss dazu sagen, dass es später Herbst war. Auch der Aufwuchs auf den Austernschalen hatte sich dezimiert. Im Sommer waren dort viele verschiedene Seescheidenarten und Algen, doch im Winter dominierte nur eine Seescheidenart. Ich vermut,e es war die Styela clava, während bei den Algen vermutlich eher die Ceramium rubrum dominierte. Gelgentlich war auch Enteromorpha compressa zu entdecken. Natürlich fehlte auch der Fucus vesiculosus nicht. Bei den Anemonen waren drei Arten vertreten. Die größte von ihnen war die Metridium senile. Die beiden kleineren Arten bildeten die Sagartia elegans und die Protanthea simplex. Leider hatte ich dieses mal keine Glück bei der Suche nach Pholis gunnellus. Dafür gab es umso mehr Palaemon elegans. Sie hielten sich an den Austernschalen fest und schwirrten gelegentlich auch durch das freie Hafenwasser, wo man sie umso leichter erwischte. Die meisten waren zwischen 1-1,5 cm groß. Allerdings konnte ich auch ein Ausnahmetier fangen mit einer Größe von 9 cm. Der Fang wurde in der Wohnung in 30 l Kanistern zwischen gehältert. Batteriebetriebende  Aquarien-Membranpumpen sorgten für genug Sauerstoff im Behälter. Zum Transport nach Hause wurden sie in Aquarienbeutel verpackt, die ich mir vorher aus dem Internet bestellt hatte. In jeden Transportbeutel wurde etwas Aktivkohle hineingestreut, damit sich nicht die Tiere gegensitig vergiften, falls eins sterben sollte. Die Garnelen bekamen sogar noch ein paar Algen mit in den Beutel zum festhalten. Alle Tiere überstanden den Transport unbeschadet.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen