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Sonntag, 22. Januar 2012

Planktonprojekt & Wurmfund

So, nun mal etwas Aktuelles...
Vor ca. einer Woche habe ich mit meinem neuen Planktonprojekt angefangen. Dazu habe ich ein 54 l Aquarium  unter das Aquarium gestellt. Dieses wurde dann mit Meerwasser aufgefüllt und mit normalen Flüssig-
Blumendünger etwas nährstoffreicher gemacht. Natürlich wurde auch eine Lampe über dem Becken befestigt, damit ausreichend Licht für die Photosynthese vorhanden ist. Dann wurden 1,5 l Plankton in das Becken gegeben. Was zu sehen war, war nicht viel. Man sah leicht trübes Meerwasser und mehr nicht! Jetzt, ca. eine Woche später, ist das Wasser deutlich trüber. Es leuchtet schon leicht grünlich. Ich hoffe, ich kann so in ca. 3 Wochen mit dem Verfüttern des Planktons anfangen.

Heute habe ich dann in meiner Polysinphonia ein paar weiße Fäden entdeckt. Aus Interesse habe ich sie dann unter mein Lichtmikroskop gesteckt. Sofort wurde klar, dass es sich um Würmer handeln muss. Natürlich stellte ich mir dann auch sofort die Frage, ob sie die Alge jetzt auffressen. Dann sah ich, so dachte ich am Anfang auf jeden Fall, zwei Wurmarten. Als ich dann meine Bücher durchwälzt habe, fand ich dort die Familie der Cirratulidae. Diese Würmer dieser Familie haben alle sehr lange Kiemen ausgebildet. Diese Tatsache erklärte die angebliche zweite Wurmart. Also beließ ich es dabei, herausgefunden zu haben, welcher Familie der Wurm angehört.



Samstag, 7. Januar 2012

Mission: Algenpflege

Meine neue Mission ist die erfolgreiche Pflege von Makroalgen. Jon Olav Bjørndal schafte es über Jahre hinweg, Makroalgen erfolgreich in seinem 1000l Nordseeaquarium zu pflegen. Auf seinem Blog schreibt er, dass er noch nicht mal besondere Spurenelemente oder andere Mittelchen verwendet hat. Er hat einfach nur viel gefüttert, hatte viel Licht und das Wasser ausreichend runter gekühlt. Entscheident war wohl auch der Jahreszeiten-Zyklus, den die Algen brauchen. Im Winter brechen viele Populationen der Algenbestände zusammen. Allerdings geben sie durch ihren Zerfall viel Sporen in das Wasser ab. Diese entwickeln sich zum Frühling hin zu neuen Beständen. Deshalb ist es wichtig, dass die Algen ein Startsignal für ihren Zerfall und dadurch auch die Sporenfreigabe bekommen. Dieses Startsignal ist die Licht- bzw. Tagesdauer.Wenn wir im Winter also den Tag mit der Lichtdauer im Aquarium verkürzen, sterben die Algen ab und lassen ihre Sporen frei. Zum Frühling hin müssen wir die Licht dauer im Aquarium wieder verlängern, damit die Sporen das Signal zum Wachsen bekommen. Jetzt bleibt allerdings die Farge um wie viel wird die Lichtdauer immer verkürzt bzw. verlängert. Dazu hat sich ein Freund aus dem Forum riffaquaristik.at Gedanken gemacht. Er hat dazu eine Tabelle angefertigt:

Januar               5,5/6
Februar               7/8
März                  9/10
April               11 /2
Mai1                 3/14
Juni1                 4/14
Juli                14 /14
August          14/13
September    12/11
Oktober       10 /9
November      8/7
Dezember       6 /5,5

Man verkürzt oder verlängert am Monatsersten und 15ten um eine Stunde. Ausnahme sind Juni/Juli, da wird 14 Stunden durchgefahren. Ähnlich ist es im Winter. Hier verkürzt man am 15. Dezember nur um eine halbe Stunde und lässt am 15. Januar ebenfalls erst nur eine halbe Stunde verlängern.

Ein anderes Thema sind sie Spurenelemente. Algen brauchen in der Regel bestimmte Spurenelemente. Zu diesen Spurenelementen gehören z.B. Eisen, Jod und Strontium. Deshalb werde ich demnächst das Produkt der Fa. PREIS testen. Es nennt sich Organ Planer See und verspricht , dass es das Wachstum von höheren Algenarten wie z.B. Caulerpa und echten Tange fördert. In dieser Flüssigkeit befindet sich jedoch kein Jod, so das ich mir noch eine geeignete Jodlösung beschaffen muss.


Donnerstag, 5. Januar 2012

Herbst 2011

Im Herbst 2011 war ich mal wieder an der Nordsee und habe von dort auch etwas mitgebracht. Leider gab es nicht ganz soviel Leben unterwasser, da die winterlichen Verhältnisse schon eingesetzt hatten. Deshalb ging ich dieses Mal auch mit - verhältnismäßig - leeren Händen aus. Ganz leer ging ich natürlich nicht aus, aber an Fischen gab es so gut wie gar nichts. Da waren höchstens ein paar Strand- oder Sandgrundeln, aber von denen hatte ich ja schon welche. Man muss dazu sagen, dass es später Herbst war. Auch der Aufwuchs auf den Austernschalen hatte sich dezimiert. Im Sommer waren dort viele verschiedene Seescheidenarten und Algen, doch im Winter dominierte nur eine Seescheidenart. Ich vermut,e es war die Styela clava, während bei den Algen vermutlich eher die Ceramium rubrum dominierte. Gelgentlich war auch Enteromorpha compressa zu entdecken. Natürlich fehlte auch der Fucus vesiculosus nicht. Bei den Anemonen waren drei Arten vertreten. Die größte von ihnen war die Metridium senile. Die beiden kleineren Arten bildeten die Sagartia elegans und die Protanthea simplex. Leider hatte ich dieses mal keine Glück bei der Suche nach Pholis gunnellus. Dafür gab es umso mehr Palaemon elegans. Sie hielten sich an den Austernschalen fest und schwirrten gelegentlich auch durch das freie Hafenwasser, wo man sie umso leichter erwischte. Die meisten waren zwischen 1-1,5 cm groß. Allerdings konnte ich auch ein Ausnahmetier fangen mit einer Größe von 9 cm. Der Fang wurde in der Wohnung in 30 l Kanistern zwischen gehältert. Batteriebetriebende  Aquarien-Membranpumpen sorgten für genug Sauerstoff im Behälter. Zum Transport nach Hause wurden sie in Aquarienbeutel verpackt, die ich mir vorher aus dem Internet bestellt hatte. In jeden Transportbeutel wurde etwas Aktivkohle hineingestreut, damit sich nicht die Tiere gegensitig vergiften, falls eins sterben sollte. Die Garnelen bekamen sogar noch ein paar Algen mit in den Beutel zum festhalten. Alle Tiere überstanden den Transport unbeschadet.